Ein Hörsturz tritt plötzlich auf und ist ein akuter Defekt im Innenohr. Meistens kommt er nur einseitig auf und kann unbehandelt bis zur Scherhörigkeit oder Taubheit führen. Beim auftreten eines Hörsturzes sollte man sofort einen Hals-, Nasen- und Ohrenarzt aufsuchen. Dieser stellt fest, ob es sich wirklich um einen Hörsturz handelt und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Je eher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Meistens betrifft ein Hörsturz mit einem Druckgefühl in einem Ohr, der später beide Ohren betreffen kann. Begleiterscheinungen können sein ein Zischen, Summen, Rauschen oder ein Pfeifton. Mögliche Auslöser eines Hörsturzes können Diabetes, Übergewicht und erhöhte Blutfettwerte sein. Außerdem kann ein Hörsturz durch übermäßigen Nikotin- und Alkoholgenuss und Lärm begünstigt werden.
Als Sofortmaßnahme kann die Versorgung der Hörzellen mit Blut, Sauerstoff und Nährstoffen verbessert werden.
Mit Hilfe der Infusionstherapie wird eine Durchblutung des Innenohrs verbessert. Hierbei werden im Laufe einer Woche täglich einmal ein blutverflüssigender Plasmaersatzstoff verabreicht und blutgefäßerweiterende Medikamente eingegeben.
Außerdem gibt es noch die hyperbare Sauerstofftherapie. Der Betroffene in einer Überdruckkammer befindet sich in einer Überdruckkammer und atmet reinen Sauerstoff ein, wobei sauerstoffreiches Blut zum Innenohr transportiert wird.
Als Arteriosklerose wird die Verengung oder Verkalkung von Arterien des Körpers bezeichnet. Dadurch verringert sich der Gefäßdurchmesser und das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen. An den Innenwänden der Arterien bilden sich Ablagerungen, auch Plaques genannt. Besonders gefährlich sind dabei Blutgerinnsel, welche die häufigste Ursache für einen akuten Arterienverschluss sind. Als Ursachen und Risikofaktoren für Arteriosklerose gelten vor allem Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Übergewicht.
Von Arteriosklerose können grundsätzlich alle Arterien betroffen sein. Die wichtigsten Formen sind die koronare Herzkrankheit, der Schlaganfall und die periphere arterielle Verschlusskrankheit.
Bei der koronaren Herzkrankheit sind die Herzkranzgefäße von der Verengung betroffen. Dadurch wird die Durchblutung des Herzmuskels verringert. In schwerern Fällen kann es zu einem Engegefühl im Bereich des Brustkorbs mit linksseitigen Brustschmerzen kommen. Hier wird von einer Angina pectoris gesprochen. Wenn ein bereits verengtes Herzkranzgefäß durch ein Blutgerinnsel verschlossen wird, kommt es zum Herzinfarkt, welcher nicht selten tödlich endet.
Eine andere gefürchtete Folge von Arteriosklerose ist der Schlaganfall, ebenfalls zu den am weitesten verbreiteten Todesursachen zählend. Zum Schlaganfall kommt es, wenn eine bereits verengte Halsschlagader oder ihre Äste weiter verengt werden oder ein akuter Verschluss eintritt. Ein Schlaganfall führt sehr häufig zu vorübergehenden und in einigen Fällen auch bleibenden Schäden, die sich vor allem in Lähmungserscheinungen bemerkbar machen.
Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit sind die Becken- und Beinarterien verengt, wodurch die Durchblutung der Waden- und Oberschenkelmuskulatur zum Teil erheblich eingeschränkt sein kann.
Die Behandlung der Arteriosklerose kann je nach Schweregrad sowohl konservativ-medikamentös als auch operativ erfolgen. Als Medikamente kommen vor allem Acetylsalicylsäure, Clopidogrel sowie Cholesterin-Synthese-Hemmer infrage.
Operative Verfahren sind die Ballonerweiterung und der Bypass.
Bei der Ballonerweiterung wird ein kleiner Ballonkatheter durch die Blutbahn bis an die verengte Stelle geschoben und aufgeblasen. Dadurch erweitert sich das Gefäß und das Blut kann wieder frei fließen.
Beim Bypass wird ein körpereigenes Gefäß oder eine Gefäßprothese von einer Arterie aus an der verengten Stelle vorbeigeführt und hinter der Verengung an das beschädigte Gefäß angenäht.
Vorbeugung:
Bis zu einem gewissen Grade gehört die Arterienkalkung mit zunehmendem Alter zur Normalität. Um jedoch gefährliche Folgen weitgehend zu vermeinden, sollte auf eine gesunde Lebensführung geachtet werden. Dazu gehört vor allem die Aufgabe des Rauchens, eine gesunde Ernährung sowie ausreichend Bewegung. Besonders geeignet ist hier Ausdauersport.
Wer unter Diabetes mellitus oder Bluthochdruck leidet, sollte diese Erkrankungen unbedingt vom Arzt behandeln lassen.
Ein Fersensporn, medizinisch auch als Kalkaneussporn bezeichnet, ist ein dornartiger Knochenauswuchs im Fersenbereich. Der Sporn im Sohlenbereich kommt bei ca. zehn Prozent der Bevölkerung vor. Er kann zu einer schmerzhaften Entzündung des Sehnenstrangs, der sich über die Fußsohle erstreckt, führen. Die obere dorsale Ausprägung, eine Verknöcherung zwischen Fersenbein (Kalkaneus) und Achillesferse, kommt eher selten vor und ist meist angeboren. Typische Anzeichen für das Vorliegen eines unteren Fersensporns sind, bei Belastung auftretende stechende Schmerzen im Fersenbereich. Wenn auch selten ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist, stellt der Kalkaneussporn dennoch eine nervenzehrende, langwierige Erkrankung dar.
Entstehung des Fersensporns und begleitende Sehnenentzündungen
Der Fersensporn entsteht durch Druck- oder Zugbelastung sowie durch eine Überbeanspruchung der Sehne. Die Beschwerden gehen nicht von dem Knochenauswuchs selbst aus, sondern von den Entzündungen der Sehnen, die auch die Schleimbeutel und das Fersenbein einschließen können. Das schmerzhafte Stechen in der Ferse zeigt sich meist Morgens oder beim Beginn des Laufens. Da es sich beim bei dieser Erkrankung um einen degenerativen Verschleiß handelt, sind in der Regel ältere Personen betroffen. Aber auch Übergewichtige, (Lauf-) Sportler sowie Personen mit Senkfuß sind für diese, im Röntgenbild erkennbare Erkrankung, anfällig. Die an der überbeanspruchten Sehne entstandenen Mikroverletzungen versucht der Körper, durch zur Verknöcherung führende Kalkeinlagerungen (Fersensporn), zu reparieren. Dies kann durch ungeeignetes Schuhwerk noch beschleunigt werden. Eine Therapie des Fersensporns ist notwendig, da die Schmerzen sonst chronisch werden können.
Zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten des Fersensporns
Ein chirurgischer Eingriff, bei dem die unnatürliche Verknöcherung abgetragen wird, ist ganz selten notwendig. Zu den geeigneten Maßnahmen zählen die Stoßwellenherapie mit hochenergetischen mechanischen Wellen sowie die Strahlentherapie, bei der die Entzündungen mit niedrig dosierter Strahlung gehemmt werden. Die Medikamenten-Therapie mit Kortison hat ebenfalls schmerzlindernde Wirkung, die aber nur von kurzer Dauer ist. Salbenverbände, die Anirheumatika enthalten, können zu Störungen des Magen-Darm-Traktes führen. Eine Linderung der stechenden Schmerzen verschafft auch ein aufgelegter Kältebeutel. Gute Erfolge bringen oft physiotherapeutische (Dehn-)übungen und orthopädische Einlagen. Wichtig ist eine Zug- und Druckreduzierung des Fersenbereichs, damit die den Fersensporn umgebende Entzündung abklingt. Dazu tragen bequemes Schuhwerk, Gewichtsabnahme sowie Aufwärmübungen vor dem Sport bei. Es ist möglich, selbst zur Schmerzlinderung beizutragen, bei anhaltenden Beschwerden sollte jedoch fachärztlicher Rat eingeholt werden.
Ältere Menschen, vor allem aber Frauen sind besonders häufig von Verstopfung betroffen.
Vorübergehende Verstopfung tritt meist bei Reisen auf, bei Ernährungsumstellung oder Krankheit die einen an das Bett fesselt.
Es gibt auch eine Verstopfung, die von Medikamenten verursacht wird. Hier sollte mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden und vielleicht das Medikament gewechselt oder die Dosis geändert werden.
Eine Verstopfung kann, je nachdem, wie sehr sie ausgeprägt ist, unterschiedliche Symptome hervorrufen. Die Menschen leiden unter Unbehagen, haben Bauchschmerzen und der Stuhlgang gestaltet sich als langwierig und oft schmerzhaft.
Bei einer harmlosen Darmträgheit reichen meist einfache Tricks wenn sie regelmäßig angewendet werden. Zur ballaststoffreichen Ernährung, mehr Flüssigkeitszufuhr und viel Bewegung kann eine Bauchmassage morgens vor dem Aufstehen sinnvoll sein. Ein Glas Wasser auf nüchternen Magen sollte den Darm anregen. Wichtig: Unbedingt auf seinen Darm hören und den Stuhlgang nicht unterdrücken nur, weil es grade mal nicht passt.
Wenn dies alles nichts nützen sollte, können Ballaststoffe wie Leinsamen oder Kleie manchmal kleine Wunder wirken. Wenn sie regelmäßig genommen werden, regulieren sie den Stuhlgang. Es ist aber auf jeden Fall sinnvoll mindestens 4 Wochen lang Ballaststoffe in die Ernährung mit einzubauen. Falls es sich dann noch nicht gebessert hat, sollte eine andere Therapieform in Erwägung gezogen werden.
Von Abführmitteln wird abgeraten, hierbei verliert der Körper zu viele Mineralstoffe. Außerdem gewöhnt sich der Darm an das Mittel, er wird noch träger und die Verstopfung verschlimmert sich.
Es gibt unterschiedliche Untersuchungen, bei denen abgeklärt werden kann, ob eine ernste Krankheit hinter der Verstopfung steckt.
Magersucht, medizinisch auch anorexia nervosa genannt, ist eine schwerwiegende psychosomatische Krankheit. Dabei handelt es sich um eine Essstörung, die mit selbst herbeigeführtem, zwanghaftem Gewichtsverlust und starkem Untergewicht (Body Mass Index unter 17,5) einhergeht. Trotz diesen Untergewichts nehmen sich die an Magersucht Erkrankten als zu dick war, das heißt Sie leiden unter einer Körperschemastörung, die dazu führt, dass sie ihren Körper als “fett” und “hässlich”, sich selbst als minderwertig wahr nehmen.
Für Magersucht gibt es eine Reihe von Anzeichen: Dazu gehören die Verweigerung von Nahrung, die Vermeidung vermeindlich dickmachender Lebensmittel, exessive sportliche Betätigung, plötzlicher Gewichtsverlust und eine zwanghafte Beschäftigung mit Essen, Körperschema und Aussehen.
Als besondere Risikogruppe gelten junge Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahre, wobei Magersucht keineswegs als “vorrübergehende Spinnerei der Pubertät” betrachtet werden darf und auch andere Gruppen von Magersucht betroffen sein können. Anorexia nervosa ist in jedem Fall eine ernstzunehmende, gefährliche Krankheit, zu deren Bewältigung der/die Erkrankte ärztliche und psychologische Hilfe benötigt. Denn der starke Gewichtsverlust beeinträchtigt Herzfunktionen, verursacht Blutbildstörungen oder Blutarmut, hormonelle Störungen, die unter anderem die Entwicklung hemmen können und kann schwere Organschäden hervorrufen. Magersucht kann bis zum Tod führen.
Die psychosomatischen Ursachen von Magersucht können vielfältig sein. Schwere Traumata in Kindheit oder Jugend, zwanghafter Perfektionismus, wenig ausgeprägtes Selbst- und Körperbewusstsein können Auslöser oder Verstärker der Krankheit sein. In jedem Fall ist eine umfassende psychologische Betreuung und Begleitung der Erkrankten notwendig. In vielen Fällen kann ein stationärer Aufenthalt hilfreich sein.
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