Orthopäden sind sich einig: den ganzen Tag sitzen (oder auch stehen) ist nicht gesund – vor allem nicht für den Rücken. Nun müssen aber leider viele Menschen den größten Teil ihres Arbeitstages sitzend verbringen. Da ein Stehpult (obwohl von vielen Fachleuten gerne empfohlen) von den meisten aus Bequemlichkeitsgründen abgelehnt wird, hat es immer wieder Versuche gegeben, das Sitzen “aktiver” und damit gesünder zu gestalten.

In den achtziger Jahren kam beispielsweise der Kniestuhl auf, der einen aufgerichteten Rücken garantieren sollte, einigen aber Probleme mit den Kniegelenken bescherte, und Sitzbälle konnten sich (vielleicht aus gestalterischen Gründen) ebenfalls nicht flächendeckend durchsetzen. In dem Versuch, einen auch vom Design her ansprechenden gesunden Bürostuhl zu schaffen, brachte die Firma Aeris den Swopper auf den Markt (der Name leitet sich vom englischen “to swop” : wechseln, [Plätze] tauschen ab). Als Fuß hat der Swopper einen zu drei Vierteln geschlossenen Metallring (bei manchen Modellen mit Rollen), an diesem ist eine senkrechte Stange mit Feder befestigt und darauf die runde Sitzfläche OHNE Rückenlehne.

Der Swopper schwingt beim Sitzen leicht hin und her, dies und die fehlende Rückenlehne sollen ein aktives Sitzen mit ständigen kleinen Positionswechseln und einem geraden Rücken ermöglichen. (Inzwischen gibt es allerdings auch Modelle mit Rückenlehne und Lehnen zum Nachrüsten). Die Bezüge der Sitzfläche gibt es in verschiedenen Farben und Qualitäten darunter Alcantara, Mikrofaser, Tempur und ein antibakterieller, antimykotischer und antimikrobieller Bezug (Modell Care) für den Einsatz in Arztpraxen, Kosmetikstudios etc. Außer den normalen Standardfarben für Bürostühle wie schwarz, rot oder grau werden auch etwas ausgefallenere Farben wie royalblau und terrakotta sowie Trendfarben wie Pistacchio, Violet und Choco angeboten. Gute, stabile Verarbeitung und zeitloses-schickes Design haben natürlich ihren Preis, und hier liegt auch der entscheidende Nachteil des Swoppers: mit durchschnittlich ca. 500 bis 600 Euro für einen neuen Swopper muss man schon rechnen, und selbst als Ausstellungsstück oder gut erhaltener gebrauchter ist ein original Aeris Swopper kaum unter 300 bis 400 Euro zu bekommen. Selbst das Kindermodell “Swoppster” kostet um 250 Euro.

0 Kommentare