Magersucht, medizinisch auch anorexia nervosa genannt, ist eine schwerwiegende psychosomatische Krankheit. Dabei handelt es sich um eine Essstörung, die mit selbst herbeigeführtem, zwanghaftem Gewichtsverlust und starkem Untergewicht (Body Mass Index unter 17,5) einhergeht. Trotz diesen Untergewichts nehmen sich die an Magersucht Erkrankten als zu dick war, das heißt Sie leiden unter einer Körperschemastörung, die dazu führt, dass sie ihren Körper als “fett” und “hässlich”, sich selbst als minderwertig wahr nehmen.
Für Magersucht gibt es eine Reihe von Anzeichen: Dazu gehören die Verweigerung von Nahrung, die Vermeidung vermeindlich dickmachender Lebensmittel, exessive sportliche Betätigung, plötzlicher Gewichtsverlust und eine zwanghafte Beschäftigung mit Essen, Körperschema und Aussehen.
Als besondere Risikogruppe gelten junge Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahre, wobei Magersucht keineswegs als “vorrübergehende Spinnerei der Pubertät” betrachtet werden darf und auch andere Gruppen von Magersucht betroffen sein können. Anorexia nervosa ist in jedem Fall eine ernstzunehmende, gefährliche Krankheit, zu deren Bewältigung der/die Erkrankte ärztliche und psychologische Hilfe benötigt. Denn der starke Gewichtsverlust beeinträchtigt Herzfunktionen, verursacht Blutbildstörungen oder Blutarmut, hormonelle Störungen, die unter anderem die Entwicklung hemmen können und kann schwere Organschäden hervorrufen. Magersucht kann bis zum Tod führen.
Die psychosomatischen Ursachen von Magersucht können vielfältig sein. Schwere Traumata in Kindheit oder Jugend, zwanghafter Perfektionismus, wenig ausgeprägtes Selbst- und Körperbewusstsein können Auslöser oder Verstärker der Krankheit sein. In jedem Fall ist eine umfassende psychologische Betreuung und Begleitung der Erkrankten notwendig. In vielen Fällen kann ein stationärer Aufenthalt hilfreich sein.
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