Masern ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, von der in erster Linie Kinder bis zum Schulalter betroffen sind. Sie kann jedoch auch Erwachsene befallen, wenn keine Immunität besteht. Erkrankungen bei Erwachsenen verlaufen in der Regel schwerer als bei Kindern.
Merkmale einer Infektion sind rote Flecken auf der Haut, Fieber und ein allgemeines Schwächegefühl. In Einzelfällen können schwere Komplikationen wie Hirn- oder Lungenentzündung die Folge sein.
Die Ansteckung geschieht durch direkten Kontakt zu einem Infizierten oder durch die Luft (Tröpcheninfektion).
Eine Ansteckungsgefahr besteht rund drei bis fünf Tage vor Erscheinen des Hautausschlags bis vier Tage danach.
Erste Anzeichen von Masern können hohes Fieber bis zu 41° C, eine Entzündung der Schleimhäute, trockener Husten, sowie eine Entzündung der Augenbindehäute sein. Hinzutreten können Übelkeit, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Im Mund bilden sich punktförmige, von einem roten Hof umgebene weiße Flecken.
Diese erste Phase ist oft gefolgt von einem Fieberabfall. Nach drei bis fünf Tagen treten dann, einhergehend mit erneutem Fieberanstieg, die typischen roten Flecken auf, zuerst hinter den Ohren, von wo sie sich innerhalb von 24 Stunden flächig über den ganzen Körper hinweg ausbreiten. Nach vier bis fünf Tagen klingen die Symptome ab und die Rötungen bilden sich zurück.
Während der Erkrankung muss der Patient strengste Bettruhe halten und viel trinken. Bei Bedarf können fiebersenkende Mittel, am besten in Zäpfchenform eingesetzt werden. Im Falle von einer mit der Krankheit einhergehenden Mittelohr- oder Lungenentzündung kommen Antibiotika zur Anwendung.
Masern unterliegen als ansteckende Krankheit der Meldepflicht und betroffene Kinder dürfen keine Gemeinschaftseinrichtungen wie Horte, Krippen, Schulen oder Kindergärten besuchen, bis die Krankheit vollständig abgeklungen ist.
Heutzutage werden in Deutschland fast alle Kinder gegen Masern geimpft, dies geschieht üblicherweise in Kombination mit Mumps und Röteln (MMR) während der Vorsorgeuntersuchung U 6 im 11. – 14. Lebensmonat, dann noch einmal während der U 7 im 15. – 23. Lebensmonat.
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